Das vernetzte Smarthome

Das Smarthome dürfte sich als eine der interessanteren Neuerungen im Elektronikbereich erweisen. Möglichst viele Handgriffe, Gänge und individuelle Einstellungen sollen dem Bewohner abgenommen und automatisiert werden, so jedenfalls die Idee. Sobald er das Haus verlässt, sollen Staubsauger, Geschirrspülmaschine und ähnliche Gerätschaften ihre Arbeit verrichten, wenn er wieder zurückkehrt, sollen das Licht, die Küchengeräte und der Fernseher gleichsam von alleine agieren und ihm möglichst viele häusliche Aufgaben abnehmen.

Der Haushalt von morgen

Ein normaler Tag im perfekten Smarthome könnte wie folgt aussehen: Der Wecker klingelt, das Licht im Schlafzimmer wird langsam aufgedreht und der Eierkocher und Toaster angeschaltet. In der Küche angekommen, erwartet einen die erste Tasse heißen Kaffees aus der Maschine. Nach dem Frühstück und der Morgentoilette geht man aus dem Haus – und sobald die Tür geschlossen wird, beginnen Geschirrspülmaschine und der automatische Staubsauger mit ihrer Arbeit. Während der Abwesenheit beobachten smarte Kameras die Umgebung des Hauses und schlagen Alarm, falls sich ihm Einbrecher nähern sollten. Kommt man dann abends wieder zu Hause an, registriert das smarte Türschloss das eigene Handy und öffnet die Tür – Licht und Fernseher werden im Wohnzimmer angeschaltet und man braucht sich nur noch hinzusetzen und zu entspannen. Was kann es Schöneres geben, als einfach zu entspannen, vielleicht einen köstlichen naked cake zu essen und sich von seinem eigenen Haushalt bedienen zu lassen?

Doch wie funktioniert dieser häusliche Organismus, wenn man verschiedene Geräte auf einmal aktivieren möchte? Wie kann man einer kleinen Fraktion doch recht einfach gestrickter Roboter erklären, dass sie in einem festen Ablauf und darüber hinaus in Absprache miteinander agieren sollen?

Diverse Firmen wie Telekom bieten hierfür eine zentralisierte Form des Smarthomes an. Eine App kann hier alle Geräte auf einmal bedienen. Doch die Voraussetzung dafür ist, dass alle Geräte auch von ein und demselben Anbieter stammen.

Amazon, Google und Telekom in Zusammenarbeit?

Eines der größten Probleme dürfte hier sein, dass man als Benutzer wohl Produkte von mehreren Anbietern kauft, anstatt sich auf einen Entwickler festzulegen. Das ist auch verständlich. Manch einer hat eben eine Vorliebe für iPhones, vertraut aber Alexa in Sachen Sprachsteuerung und verlässt sich bei der Lichtsteuerung auf die Magenta-Produkte der Telekom.

An dieser Stelle versprechen unabhängige Apps eine einfache Lösung, mit der sich die unterschiedlichen Geräte zentral steuern lassen. Das bekannteste Programm dürfte IFTTT (eine Abkürzung für: If this, than that) sein, mit dem sich die Zusammenarbeit der Gerätschaften organisieren lässt. Auch gibt es Überlegungen der Firmen selbst, ihre verschiedenen Produkte in eigenen Apps verbindlich zu machen. Diese Öffnung ist ein großer Schritt in Richtung des modernen Smarthomes. Doch solange dieser Lösungsansatz nur im Gespräch besteht, müssen Nutzer auf die unterschiedlichen Apps zurückgreifen und noch relativ individuell an ihren Geräten arbeiten. Die Mühe lohnt sich jedoch, denn der Traum vom vernetzten Smarthome lässt sich so problemlos verwirklichen.

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