Heimelektronik zum Selberbauen

Viele Wirtschaftsexperten und CEOs von Technologieunternehmen predigen fast schon, dass Kinder in Zukunft Englisch, Mandarin und mindestens eine Programmiersprache lernen sollten. Damit man auch heute schon eine Idee bekommt, wie man programmiert, gibt es kleine elektronische Helfer, die man zu richtigen Gadgets umbauen kann. Die beiden bekanntestes sind Arduino und Raspberry-Pi.

Dahinter verbergen sich Mini-Computer, die auf einem einzigen Board untergebracht sind, Nimmt man sie aus der Packung können sie erst einmal nichts. Selbst im die Kontrollleuchte zum Blinken zu bringen muss man dem Board schon ein paar Zeilen Code schicken. Das aber lernt man schnell, denn dann des Boards kann man immer auch sehen, welche Auswirkungen der Code hat.

Der größte Vorteil der kleinen Computer ist aber, dass sie Open Source sind und beliebig verändert und erweitert werden können. So kann man, wenn man Sensoren anschließt , zum Beispiel die Luftfeuchtigkeit in der Blumenerde messen und, ist diese zu gering, eine Wasserpumpe starten, die eine genau definierte Menge Wasser abgibt. Das alles geschieht auf einem Handteller großen Board.

Eine andere Erweiterung ist eine HDMI-Schnittstelle, die gespeist mit dem richtigen Code den Computer mit einem Fernseher verbindet, den man dann mit einem frei erhältlichen Programm zum Display für einen Webbrowser machen kann.

Roboter mit Mini-Boards
Während viele Anwendungen wie die 70er Arcade-Spiele eher Spielereien sind, werden die Mini-Boards mittlerweile auch in ernsthaften Anwendungen eingesetzt. So kann ein Raspberry-Pi heute schon kleine Roboter speisen, die einfache Aufgaben erledigen können. Und auch eine kleine Wetterstation kann man damit selbst bauen, was bereits dazu führte, dass Bastler auf der ganzen Welt Wetterdaten generieren und zu einer zentralen Datenbank schicken. So kann man vom Elektronik-Bastler zum Klimaforscher werden. Gleiches geht auch mit anderen Sensoren, zum Beispiel pH-Wert von Wasser oder UV-Einstrahlung.

Dank einer sehr großen und aktiven Gemeinschaft bekommt man auch jederzeit Hilfe. Wer eine Idee hat und sie in den einschlägigen Foren präsentiert, wird bei der Programmierung schnell Unterstützung bekommen. So kann man zum Beispiel versuchen, ein Raspberry-Pi-Board als Steuereinheit einer kleinen Drohne zu verwenden, oder für ein U-Boot. Zwar hat man etwas mehr Gewicht als die kommerziellen Geräte, dafür aber auch mehr Rechenpower.

Längst gibt es die Boards auch mit eingebautem Bluetooth und Wifi-Antenne, damit sie auch modernsten Anforderungen bestehen können. Und die Einstiegs-Baukästen gibt es schon für unter 50 Euro übers Internet zu kaufen.

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