Lampen werden schlauer

 Die Zeiten der Zeitschaltsteckdose, bei der man mühselig winzige Plastikklammern ein- und ausstecken musste, um sie zu programmieren, sind vorbei. Jetzt gibt es smarte Lampen und Steckdosen, die per App gesteuert werden. Im Bereich der Haushaltselektronik ist “smart” das große Thema, und die Lampen und Leuchten sind die Vorreiter.

Was Phillips und Co. auf den Markt werfen, ist beträchtlich. Alleine der Marktführer hat 44 Produkte, die mit dem Label ‘Smart’ gekennzeichnet sind. Das einfachste Set besteht aus ein paar LED-Lampen und einem Router; der macht es möglich, dass man die Leuchten per Internet von über all in der Welt an- und ausschalten kann. Und natürlich lassen sie sich per App auch programmieren. Und wer keine Lust hat, ständig neue Zeiten einzugeben, der verbindet die Lampen dann mit Alexa oder dem neuen Google Sprachassistenten und sagt dann einfach “Licht aus”. Mit etwas weiter fortgeschrittenen Sets kann man dann auch die Lichtfarbe steuern und wer möchte kann dann auch noch einen Bewegungssensor hinzufügen. Der kann das Licht entweder anmachen, wenn man selbst nach Hause kommt oder einen Einbrecher beleuchten – und eine Nachricht schicken, dass soeben das Licht wegen einer Bewegung angeschaltet wurde. Die Tischlampe als Alarmanlage.

Wenn die Lampe Dich aufweckt
Es ist nur eine Frage der Zeit, wann die App gelernt hat, welche Lichtverhältnisse wir wann mögen und in der Lage ist, unseren Kalender zu lesen. Dann geht das Licht morgens um 5 Uhr an, wenn wir um 7 Uhr am Flughafen sein müssen, oder schaltet sich später an, wenn “Abendessen mit Uli” eingetragen ist.

Auch Osram ist innovativ geworden und bietet LED+ an, eine Serie von Leuchtmitteln, die auch per Stimme steuerbar sind. Auch hier kann man via Alexa oder Google Home Lichter ein- und ausschalten, die Farbe wechseln und das Licht dimmen.

Selbst IKEA ist auf den Zug aufgesprungen, und man muss die Birne nicht einmal selbst zusammenbauen. Allerdings hat man sich in Sachen Künstliche Intelligenz noch etwas zurückgehalten: Statt per Smartphone werden die Lichter mit einer Fernbedienung an- und ausgeschaltet sowie gedimmt. Klappt aber auch. Man kann auch damit Farbtemperaturen wählen und spart vor allem eine Menge Geld. Lediglich programmierbar ist die Fernbedienung nicht.

Ob eine App die Lampen wirklich schlau macht bleibt noch dahingestellt. Zurzeit sind es weniger die Lampen als die Steuerungssoftware und der Server, die die Arbeit machen.

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